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Der Fuchs und die Krähe

Die Fabel

An einem schönen Sommertag fliegt eine Krähe über ein weites, goldenes Kornfeld. Da erblickt sie eine Gruppe von Leuten, die ein Picknick veranstaltet. Die Krähe hofft, ein paar Leckerbissen ergattern zu können. Sie setzt sich auf den Zweig eines Baumes direkt über der Gruppe. Nun muss sich die Krähe in Geduld üben.

Doch sie hat Glück: Als die Leute ihre Sachen zusammenpacken und sich gerade auf den Heimweg machen, lassen sie ein große Stück Käse zurück. Die Krähe fliegt hinab und schnappt sich das Stück Käse mit ihrem Schnabel. Sie freut sich über den Leckerbissen und will ihn gerade auf ihrem Zweig sitzend verspeisen, als sie einen Fuchs entdeckt. Der hat den leckeren Käse ebenfalls gerochen und möchte ihn sich natürlich nicht entgehen lassen.

Da kommt dem Fuchs eine Idee. Er geht zur Krähe und übersät sie mit Schmeicheleien. Die Krähe sonnt sich in den Komplimenten. Und als der Fuchs ihr sagt, dass jetzt nur noch ein von der Krähe gesungenes Lied den Tag perfekt machen würde, fühlt die Krähe sich so geschmeichelt, dass sie gleich zu krächzen beginnt. Und siehe da: der Plan des Fuchses geht auf. Das leckere Stück Käse fällt der Krähe aus dem Schnabel, schnurstracks in das Maul des Fuchses.

Die Krähe ist ganz verdutzt. Der Fuchs aber lässt sich den Käse schmecken. Der Krähe sagt er, dass sie, wenn sie nicht so eitel sei, auf das Stück Käse nicht hätte verzichten müssen.

Die Moral der Geschichte
Hochmut kommt vor dem Fall.
Lob sollte immer ehrlich gemeint sein.

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