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Die Grille und die Ameise

Die Fabel

Es war einmal ein wunderschöner Sommertag. Die Grille saß zwischen den Grashalmen und erfreute sich ihres Lebens. Sie genoss die warmen Sonnenstrahlen und zirpte vor sich hin. Wie schön der Sommer ist, dachte sie. Sie konnte gar nicht verstehen, wie man da ans Arbeiten denken könne.

Die Grille hüpfte gut gelaunt durch das Gras, als sie auf eine Ameise traf. Die Ameise war gerade dabei eine Ähre in ihre Vorratskammer für den Winter zu tragen. Da rief ihr die Grille zu: „Was arbeitest du so hart? Genieße doch lieber den herrlichen Tag!“
Die Ameise seufzte: „Ich denke an morgen. Das solltest du auch tun. Wenn du jetzt keine Vorräte sammelst, wirst du im Winter nichts zu essen haben.“
Die Grille erwiderte: „Heute muss man leben!“ und  hüpfte davon.

Ein paar Monate später war der Winter im Land eingekehrt. Es war bitterkalt, der Boden war gefroren und Nahrung war nur spärlich zu finden. Die Grille fror ganz erbärmlich und litt großen Hunger. Da kam sie an einem Ameisenbau vorbei und sah, dass diese gerade leckere Körner verspeisten.

„Bitte, gebt mit etwas zu essen ab. Ihr habt reichlich… aber ich, ich habe nichts.“, flehte die Grille. Da rief eine der Ameisen: „Dich kenn ich doch! Du hast mich im Sommer ausgelacht, als ich vorausgedacht habe. ,Heute muss man leben‘ hast du zu mir gesagt. Nun, dann kannst du auch heute dein Essen selbst suchen.“

Mit diesen Worten kehrte die Ameise der Grille den Rücken zu und aß fröhlich weiter.

Die Moral der Geschichte
Wer gut leben will, muss vorsorgen.
Vorsicht ist besser als Nachsicht (erkenne mögliche Gefahren rechtzeitig).

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